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  • „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ MailArt – Projekt zum 200 Geburtstag von Georg Büchne

Wanderausstellung Mail-Art-Projekt „Friede den Hütten - Krieg den Palästen“ in Hannover

Mail-Art-Ausstellung vom 17.10.2016 bis 29.10.2016 im Kulturzentrum Pavillion Hannover

Am 17. Oktober, dem internationalen Tag zur Bekämpfung der Armut, wurde unter dem Motto Armut und Gerechtigkeit 2016 die Mail Art Ausstellung in Hannover eröffnet.

Neben der Austellung gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Ein Schwerpunkt war, mit Jugendlichen eigene Mail Art zu produzieren und damit die Ausstellung zu erweitern.

Das Programm:

17.10.2016 – 17 bis 18 Uhr: Vernissage „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Grußwort: Ministerpräsident Stephan Weil

24.10.2016 – 18 bis 19.30 Uhr: Diskussion zu Armut, Gerechtigkeit, Wohnungsnot
Expertenrunde:
· Konstanze Beckedorf (Sozialdezernentin)
· Dr. Frank Eretge (Wohnungswirtschaft)
· Prof. Dr. Heiko Geiling (Armutsforscher)
· Prof. Dr. Eckart Güldenberg (Wohnungspolitik)
· Moderation: Hanna Legatis (Asphalt)

Wanderausstellung Mail-Art-Projekt „Friede den Hütten - Krieg den Palästen“ in Köln

Mail-Art-Ausstellung 21. April – 11. Mai 2015 im Kölner Vringstreff

Vernissage
20. April um 18.30 Uhr im Vringstreff,
Im Ferkulum 42, 50678 Köln
Referent
Prof. Dr. Christoph Butterwegge
Ausstellungsdauer
21. April – 11. Mai
Mo – Do: 11.30 – 17 Uhr / Fr: 10 – 12 Uhrr

 

Austellungsprogramm Köln

Programm Köln (840,5 KiB)

Norbert Koczorski im Gespräch

Am 24/02/2015 um 14:00 Uhr
Haus Sankt Martin am Autoberg
Frankfurter Straße 43
65795 Hattersheim am Main

Download Plakat Norbert Koczorski im Gespräch

Norbert_Koczorsk_grossi-1.pdf (1,0 MiB)

Gespräch mit Klaus Staeck

Titelblatt Diakonie magazin Armut 1/2014

Klaus Staeck, ehemals Präsident der Akademie der Künste, Berlin, der ebenfalls einen Beitrag zur Mail Art-Ausstellung beisteuerte, sprach mit Norbert Koczorski und Andreas Pitz, dem Kurator mehrerer Kunstausstellungen mit sozialem Bezug über die Ausstellung zu Armut und Obdachlosigkeit auf Postkarten. Das Gespräch wurde von Hannes Langbein geführt und ist im Diakonie magazin 1/2014 abgedruckt.

„Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ MailArt – Projekt zum 200 Geburtstag von Georg Büchner

Angesichts der positiven Erfahrungen mit der Wanderausstellung „Kunst trotzt Armut“, die seit 2007  bundesweit in mehr als 35 Städten erfolgreich präsentiert werden konnte und sich nach wie vor großer Resonanz erfreut, hat sich die Evangelische Obdachlosen-hilfe  entschlossen, weitere Projekte im Bereich von Kunst und Kultur zu initiieren und gemeinsam mit ähnlich gesinnten Akteuren durchzuführen.

Ich habe Norbert Koczorski 2010 im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Berlin persönlich kennen gelernt. Angesichts der unbefriedigenden Reaktionen der Politik auf die Forderungen zur Verbesserung der Lebenssituation armer Menschen entwickelte er die Idee, anlässlich des 200 Geburtstages von Georg Büchner im Jahr 2013 unter dem Motto „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ ein weltweites Mailart-Projekt durchzuführen.

Georg Büchner war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des Neunzehnten Jahrhunderts. Er wurde 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren.
Nach dem Besuch des Ludwig-Georg-Gymnasiums in Darmstadt immatrikulierte sich Georg Büchner am 9. November 1831 an der medizinischen Fakultät in Straßburg. Am 31. Oktober 1833 wechselte er zur Universität Gießen.

Im Kampf gegen die reaktionären Zustände im Großherzogtum Hessen gründete er im Frühjahr 1834 mit Gleichgesinnten die illegale "Gesellschaft der Menschenrechte" und verfasste zusammen mit Friedrich Ludwig Weidig aus Butzbach die sozialrevolutionäre Flugschrift "Der Hessische Landbote", in der es hieß: "Friede den Hütten, Krieg den Palästen". Weil Georg Büchner wegen des Aufrufs zur Revolution steckbrieflich gesucht wurde, floh er im März 1835 für einige Zeit nach Straßburg.

1835 hatte Georg Büchner sein erstes Drama veröffentlicht: "Dantons Tod". Es folgten die Erzählung "Lenz" und das Lustspiel  "Leonce und Lena". Das Drama "Woyzeck" blieb ein Fragment. 1837 erkrankte er in der Schweiz an Typhus. Im Alter von nur 23 Jahren starb am 19. Februar 1837 in Zürich. Erst die Expressionisten erkannten Anfang des 20. Jahrhunderts seine literarische Bedeutung.
Die Idee von Norbert Kozcorski, Büchners Aufruf zur Revolution „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ als Motto für ein MailArt-Projekt zu verwenden, fand ich genial. Seinem Aufruf folgten innerhalb eines Jahres insgesamt 139 Mail-Artisten aus 25 Ländern mit über 200 künstlerischen Beiträgen. Nachdem ich die ersten Einsendungen gesehen hatte, war klar, dass die Exponate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und an geeigneter Stelle ausgestellt werden müssen. Nach einigen Überlegungen kamen wir zur Überzeugung, dass die „Büchnerstadt“ Darmstadt der richtige Ort für die Eröffnung der Ausstellung sei. Durch Unterstützung von Frau Dr. Inge Lorenz , Leiterin des Kulturamtes der Stadt Darmstadt, wurde uns das Foyer des Justus-Liebig-Hauses zur Verfügung gestellt - der öffentliche Zugang  zur städtischen Bibliothek und zur Volkshochschule und somit ideal für unsere Zwecke geeignet.
Schnell konnte ich den Vorstand der Evangelischen Obdachlosenhilfe und die Vertreter der Nationalen Armutskonferenz davon überzeugen, dieses Kunstprojekt zu unterstützen und für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen.
In deren Auftrag und in Trägerschaft des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau begleitete ich das MailArt-Projekt und organisierte neben der Ausstellung im Justus-Liebig-Haus einen Fachtag der Evangelischen Obdachlosenhilfe zum Thema Wohnungspolitik. Darüber hinaus konnten wir erreichen, dass das bundesweite Delegierten-Treffen der Nationalen Armutskonferenz zeitgleich in Darmstadt stattfindet.
Mit finanzieller Unterstützung der Jubiläums-Stiftung der Sparkasse Darmstadt und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst konnte der vorliegende Ausstellungskatalog realisiert werden.
Ich möchte mich bei all denen bedanken, die dieses Projekt unterstützt und gefördert haben, vor allem aber bei Norbert Koczorski sowie allen Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren Kunstwerken zum Erfolg dieser MailArt-Ausstellung beigetragen haben.

Andreas Pitz / Projektleiter und Kurator

Der Katalog kann zum Preis von 5,- Euro zzgl. Porto unter folgender Adresse bestellt werden:

Diakonisches Werk Hessen Nassau
Sandra Ehm
Ederstr. 12
60486 Frankfurt

Email: sandra.ehm@dwhn.de

Evangelischer Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V.(EBET)
Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe

Caroline-Michaelis-Str. 1
10115 Berlin
Tel.: (0 30) 65 211-16 52
Fax: (0 30) 65 211-36 52
E-Mail: wohnungslose@diakonie.de

Projektleiter und Kurator
Andreas Pitz
Tel.: (01 70) 2 23 52 88
E-Mail: pitz-nierstein@t-online.de